Vergleich von Tagesgeld und Kreditkarten.
Tagesgeld oder Kreditkarte: Zwei Anlagemöglichkeiten
Nachdem die Tagesgeldzinsen aktuell weiterhin im Sinkflug sind, stellt das Kreditkartenkonto eventuell eine Alternative dar. Die Guthabenzinsen bei der Kreditkarte sind stellenweise höher als das vom Tagesgeld.Tagesgeld: Täglich verfügbar und flexibel
Die Vorteile vom Tagesgeld sind schnell zusammengefasst: Es ist täglich verfügbar und damit äußerst flexibel. Die meisten Tagesgeldkonten erfordern keinen Mindesteinlagebetrag, sodass auch Menschen diese Vorteile nutzen können, deren Budget vielleicht nicht allzu hoch ausfällt. Zudem wird das Geld ohne festen Zeitraum angelegt, was die Flexibilität zweifelsohne noch steigert. Als Nachteil ist der aktuelle Zinsstand anzusehen: Mehr als ein bis zwei Prozent p. a. sind oft nicht zu haben. Eine Ausnahme bildet derzeit das Fidor Tagesgeld, welches mit 2,55 Prozent p. a. verzinst wird. Um weitere gute Angebote zu finden, lohnt sich ein Tagesgeld Zinsvergleich.
Auch die Sicherheit für Verbraucher wird beim Tagesgeld großgeschrieben: Mithilfe des Einlagensicherungsfonds sind pro Kunde und Bank Einlagen bis zu 50.000 Euro staatlich gesichert. Idealerweise findet der Verbraucher ein Tagesgeldkonto, bei dem die Zinsen monatlich oder vierteljährlich ausgeschüttet werden, um vom Zinseszins-Effekt zu profitieren: Werden die Zinsen gutgeschrieben und bleiben auf dem Konto, erhält der Kunde auch die Zinsen verzinst.
Kreditkarte: Nicht nur zum Bezahlen gut
Auch die Kreditkarte ist heute längst nicht mehr nur zum Bezahlen zu gebrauchen – viele Geldinstitute zahlen Guthabenzinsen auf die Kreditkartenkonten ihrer Kunden. Die Deutsche Kreditbank (DKB) zahlt derzeit 1,65 Prozent p. a. auf das Guthaben der Kreditkarte ihrer Kunden – und damit mehr als den durchschnittlichen Tageszins von 1,2 Prozent p. a. Weiter hat die Kreditkarte folgende Vorteile:
• Weltweit kostenlos Bargeld abheben
• Bargeldloses Zahlen an zahlreichen Akzeptanzstellen im In- und Ausland
• Teilweise sind Kreditkarten mit Versicherungsschutz (beispielsweise Reiseversicherung) versehen
Kreditkarte oder Tagesgeld: Was ist besser?
Die Kreditkarte und das Tagesgeld als Anlagemöglichkeit miteinander zu vergleichen, fällt schwer, denn beide haben ihre Vor- und Nachteile. Ideal ist ein Mix aus beidem, um alle Vorteile für sich zu gewinnen. Die Kreditkarte kostet in der Regel eine Jahresgebühr zwischen 20 und 30 Euro – auch dafür lohnt sich das Vergleichen - das Tagesgeldkonto wird kostenfrei geführt. Damit halten sich die Ausgaben für den gesunden Anlagemix sehr in Grenzen.
Zum Ende des vorigen Jahres gab es diverse Studien, die zeigten, dass das Girokonto die beliebteste Anlagemöglichkeit für Verbraucher darstellt – kein Wunder, denn Girokonten wurden 2009 noch wesentlich besser verzinst als das Tagesgeld. Für Menschen, die Flexibilität zu schätzen wissen und ihr Geld täglich verfügbar wissen wollen, lohnt sich der Mix aus Girokonto, Kreditkarte und Tagesgeldkonto – so können alle Zinsen ausgeschöpft werden.
Vergleichen lohnt sich immer
Ob Kreditkarte, Tagesgeld oder Girokonto: Ein Vergleich lohnt sich immer – und zwar regelmäßig. Der Finanzmarkt ist mittlerweile sehr vielschichtig; die Banken überschlagen sich geradezu mit Angeboten, die auf den ersten Blick attraktiv wirken. Ein kostenloser Vergleich zeigt auch die Schwachstellen der jeweiligen Anlage auf. Und nachdem sich die Zinssätze in sehr unregelmäßigen Abständen ändern, bleibt zu überlegen, einen solchen Vergleich für die Kreditkarte, das Tagesgeld und das Girokonto fest in die Todo-Liste einzutragen. Gerade im Bereich Tagesgeld kann das bares Geld wert sein – ob des sehr mächtigen Angebots wird der Anleger immer wieder neu überrascht sein, dass sich wahrscheinlich bessere Tagesgeldkonten finden lassen als das aktuelle.
Zwar ist für viele die Treue zur Hausbank ein Argument gegen den Wechsel der Bank, allerdings haben sich die Zeiten dahingehend geändert, dass es normal geworden ist, zum besseren Angebot zu wechseln. Wer keinen Wert auf einen persönlichen Ansprechpartner auf Augenhöhe legt, wird bei Direktbanken kostenlose Girokonten inklusive Tagesgeld und Kreditkarte finden können, wie es beispielsweise die Skatbank als Tochter der VR-Bank Altenburger Land eG anbietet:
• Kostenloses Girokonto inklusive aller gängigen Kontenfunktionen (reines Online-Konto)
• Guthabenverzinsung aufs Girokonto in Höhe von 1 Prozent p. a., wenn das Girokonto als Gehaltskonto genutzt wird und mindestens 1.500 Euro Guthaben bei der Bank vorgewiesen werden können
• Kostenloses Tagesgeldkonto inklusive (Mindesteinlage: 5.000 Euro, Zinssatz: 1,25 Prozent p. a.)
• Inklusive Kreditkarte (hierauf aber keine Zinsen)
Auch Filialbanken offerieren mittlerweile das Komplettpaket. So kann der Interessent bei der Postbank ebenfalls ein kostenloses Girokonto abschließen – vorausgesetzt, monatlich gehen mindestens 1.000 Euro ein; andernfalls kostet das Girokonto 5,90 Euro im Monat. Eine Kreditkarte ist im ersten Jahr kostenfrei inklusive, ab dem zweiten Jahr kostet sie eine jährliche Gebühr. Das Guthaben auf der Kreditkarte wird – in der einfachen Variante – mit derzeit 0,50 Prozent p. a. verzinst. Die Postbank-Alternative zum Tagesgeld nennt sich SparCard und wird derzeit mit 1,80 Prozent p. a. verzinst. Bei der Postbank SparCard ist der Anleger allerdings nicht ganz so flexibel wie beim gängigen Tagesgeld: Monatlich können bis zu 2.000 Euro ohne Kündigung oder Voranmeldung abgehoben werden – insgesamt erinnert die SparCard mehr ans Sparbuch denn ans Tagesgeld.
Tagesgeld und Kreditkarte: Fazit
Sparen kann jedermann – und die derzeit niedrigen Zinssätze, die bei allen risikolosen Anlagen üblich sind, gleicht die Inflationsrate gut aus. Ideal ist es, einen Mix aus Girokonto, Kreditkarte und Tagesgeld zu schaffen – so kann jeder Verbraucher alle Vorteile für sich nutzen.



