Festgeld Zinsen - Definition und Festlegung

Festgeld Zinsen sind Zinsen, welche auf eine Anlage im Festgeld gezahlt werden. Man kann diese Zinsen als eine Art Gebühr betrachten. Diese Gebühr bezahlt die Bank dafür, dass sie das Geld für die gegebene Zeit ausleihen darf. Für die Bank kann dies nützlich sein, denn die Bank kann für die Dauer der Anlage das Geld in einem anderen Bereich investieren.  Im Festgeld wird die Anlagedauer vor Vertragsabschluss festgelegt. Üblich sind 3 Monate, 6 Monate, 9 Monate, 12 Monate, 24 Monate.

Generell können die Banken vollkommen frei bestimmen, welche Zinsen sie auf das Festgeld zahlen. Es gibt keine Regel, kein Gesetz und auch keine Konvention, welche den Banken vorschreibt einen bestimmten Zinssatz zu zahlen oder sich im Rahmen einer bestimmten Bandbreite zu bewegen.
Trotz dessen sind bei den realen Festgeld Zinsen selten große Unterschiede zwischen den Banken zu verzeichnen, die Unterschiede spielen sich im Normalfall in einer Bandbreite von ca. 2% ab. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass die Banken untereinander in Konkurrenz stehen. Wenn eine Bank einen besonders niedrigen Zinssatz bietet, würde diese Bank schnell ins Hintertreffen gegenüber den anderen Banken geraten.


Die Festgeld Zinsen werden von der Dauer der Anlage beeinflusst, sowie von der Entscheidung der Bank. Bei weitem der wichtigste Faktor bei der Bestimmung der Festgeld Zinsen sind jedoch die Leitzinsen der jeweiligen Zentralbank. Im Raum der europäischen Währungsunion werden die Leitzinsen durch die europäische Zentralbank (EZB) festgesetzt.

Die Banken leiten die Festgeld Zinsen von den Leitzinsen ab. Einige Banken werden bei der Festlegung der Festgeld Zinsen etwas großzügiger sein, andere weniger. Generell steigen jedoch alle Festgeld Zinsen, wenn die EZB die Leitzinsen erhöht.